Zwangsprostitution

Der Verlust der Würde

Zwangsprostitution bezeichnet die Ausübung von Prostitution gegen den Willen der betroffenen Person, oft unter Einsatz von Gewalt, Drohungen oder Täuschung.

Die Opfer werden zur Prostitution gezwungen, mit Gewalt unter Kontrolle gehalten, isoliert und ihrer Freiheit beraubt. Sie werden gezwungen, sexuelle Dienstleistungen zu erbringen, ohne Bezahlung zu erhalten, während die Täter den Großteil oder die gesamten Erlöse einbehalten.

Die Täter nutzen die Situation ihrer Opfer aus, sei es aufgrund von Armut, sozialer Ausgrenzung oder körperlicher oder psychischer Einschränkung. Oft werden sie auch durch falsche Versprechungen angelockt, wie zum Beispiel die Aussicht auf ein besseres Leben oder auf eine vermeintliche Liebesbeziehung.

Betroffene sind häufig hilflos und ohne Unterstützung, da sie Angst haben, sich an die Behörden zu wenden oder nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen können.

Ständige Angst...

in den Fängen eines Menschenhändlers

Betroffene leben permanent in Angst vor willkürlicher Gewalt, zum Beispiel in Form von Bestrafungen für vermeintliche Fehltritte. „Kolleginnen“ werden gegeneinander ausgespielt, um zu verhindern, dass unter ihnen Vertrauen entsteht. Sie sind jederzeit schutzlos ausgeliefert, auf nichts und niemanden ist Verlass.

Lebensinhalt Prostitution...

in den Fängen eines Menschenhändlers

Das Leben der Betroffenen ist komplett auf Prostitution ausgerichtet, es dreht sich um nichts anderes. Sie ist nichts weiter als ein Mittel zum Zweck: Geld für die Zuhälter verdienen. Eigene Interessen, Feierabend oder Privatsphäre gibt es nicht.

Kein Geld...

in den Fängen eines Menschenhändlers

Betroffene dürfen kein eigenes Geld behalten und können sich unabhängig von ihren Zuhältern rein gar nichts kaufen. Kein Essen, keine Hygieneartikel, keine Fahrkarte. Sie sind zu 100% abhängig von ihren „Besitzern“.

Zwangsprostitution ist eine Verletzung der Menschenrechte und eine Form moderner Sklaverei. Es ist von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für das Ausmaß von Zwangsprostitution zu schärfen und Maßnahmen zu ergreifen, um Opfer zu schützen. Durch Aufklärung und Unterstützung von Opfern können wir gemeinsam gegen diese abscheuliche Form der Ausbeutung vorgehen und eine Welt schaffen, in der Menschenrechte und Würde geachtet werden.

Stellen Sie sich vor, ein einziger Anruf könnte ein Ausweg sein!

Fast alle Frauen besitzen Handys, um für ihre Zuhälter und Freier erreichbar zu sein. Ein unbeobachteter Moment, ein Anruf bei der Notrufnummer von STINA und sofort wird praktische Hilfe in die Wege geleitet. Bis hin zur Unterbringung in einer Notunterkunft.

Ein auf die Zielgruppe speziell ausgerichtetes Hilfsprogramm

Die von STINA entwickelten Hilfen finden neue Wege, um Opfer von Zwangsprostitution und Loverboys zu erreichen und berücksichtigen insbesondere die hohen Hürden beim Ausstieg. Ein Schlüssel ist das lückenlose Ineinandergreifen von Reach, Identify und Intervene.

Gehen wir  gemeinsam  gegen  Menschenhandel  vor!

Reach

Opfer müssen besser erreicht werden

Online Anlaufstelle

Identify

Opfer müssen schneller identifiziert werden

Notrufnummer

Intervene

Opfer brauchen umfassende Hilfe

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